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Ferienwohnungen in Düsseldorf
Düsseldorf ist die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen und mit rund 580.000 Einwohnern die neuntgrößte Stadt Deutschlands. Im Zentrum der Metropolregion Rhein-Ruhr gelegen, ist Düsseldorf eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren der Republik. Die Messestadt ist Sitz mehrerer börsennotierter Unternehmen, umsatzstärkster deutscher Werbe- und Modestandort und zweitwichtigster Banken- und Börsenplatz der Republik. Düsseldorf verfügt über einen internationalen Flughafen sowie einen bedeutenden Binnenhafen und ist Sitz vierer Hochschulen, darunter der renommierten Kunstakademie. Überregional ist die Stadt für ihren Einkaufsboulevard Königsallee, die Altstadt sowie den Karneval bekannt. Zahlreiche Museen und Galerien sind weitere Anziehungspunkte für Touristen. Bemerkenswert ist die große japanische Kolonie.



Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp stammt aus dem Jahr 1135. Unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurde die nördlich von Düsseldorf gelegene Ortschaft Kaiserswerth zum gut befestigten Außenposten umgewandelt. Dort wurde von Soldaten das Treiben auf dem Rhein scharf beobachtet. Kaiserswerth wurde 1929 Stadtteil von Düsseldorf. Am 14. August 1288 erhielt Düsseldorf von Graf Adolf V. von Berg die Stadtrechte und wurde zur Stadt erhoben. Vorangegangen war ein blutiger Machtkampf zwischen dem Grafen und dem Erzbischof von Köln. Dieser Kampf gipfelte in der Schlacht von Worringen, in der die Streitkräfte des Erzbischofs geschlagen wurden. 1385 wurde Düsseldorf die Residenz der Herzöge von Berg, die durch geschickte Heiratspolitik die Herzogtümer Jülich und Kleve mit dem ihren zum gemeinsamen Herzogtum Jülich-Kleve-Berg vereinigten, das insbesondere unter Wilhelm dem Reichen zu einem Zentrum humanistischer Wissenschaft und liberaler Katholizität wurde und 1585 bei der Vermählung des Erbprinzen Johann Wilhelm mit der Markgräfin Jakobe von Baden die wohl prunkvollste dokumentierte Hochzeit des 16. Jahrhunderts ausrichtete, bei der zum ersten Mal ein opernartiges theatralisches Schauspiel mit Gesang und Musik (Titel: „Orpheus und Amphion“) zur Aufführung kam. Wilhelm der Reiche sorgte für den Wiederauf- und Ausbau des Düsseldorfer Schlosses durch den Renaissance-Baumeister Alessandro Pasqualini. Nach dem Aussterben des jülich-bergisch-klevischen Regentenstammes 1609 besetzte der spanische General Ambrosio Spinola als kaiserlicher Kommissar 1614 die Stadt.

Die Altstadt ist der flächenmäßig zweitkleinste der 49 Düsseldorfer Stadtteile und liegt im Stadtbezirk 01 am Rhein. Hier leben auf einer Fläche von 0,50 km² 2.176 Einwohner. Die Bevölkerungsdichte beträgt 4.352 Einwohner/km². Die Altstadt ist das historische, politische und kulturelle Zentrum der Landeshauptstadt. Im Stadtteil befinden sich u.a. das Rathaus, die Kunstsammlung NRW sowie die Kunstakademie Düsseldorf. Weite Teile der Altstadt sind Fußgängerzone mit zahlreichen Ladenlokalen und gastronomischen Einrichtungen. Auf einem halben Quadratkilometer ballen sich hier über 300 Kneipen, Diskotheken und Restaurants, die der Altstadt den Ruf der „längsten Theke der Welt“ eingetragen haben und im „Altbierlied“ besungen wird.



Die Altstadt ist die Keimzelle der Stadt Düsseldorf, obwohl es ältere Ortsteile im Stadtgebiet gibt. 1153 erstmals urkundlich als „Dusseldorp“ erwähnt, hatte der kleine Ort bereits eine gewisse Bedeutung als Fähr- und Handelsstützpunkt zwischen den beiden Rheinufern. Nach der Schlacht von Worringen erhielt Düsseldorf am 14. August 1288 die Stadtrechte verliehen. Es handelte sich um ein umwalltes Dorf, mit zwei Straßen. Auf einer Fläche von 3,8 Hektar lagen einige Häuser sowie eine Kirche, die Lambertuskirche. Die Länge der Stadtmauer betrug knapp 800 m [2]. Für 1300 werden lediglich zwei Steinhäuser und 300 bis 400 Einwohner geschätzt [3]. Erst allmählich wuchs die kleine Stadt über ihre ursprünglichen Stadtmauern hinaus. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichteten die Grafen von Berg eine Residenz an der Düsselmündung, die später zum Schloss ausgebaut wurde. Gleichzeitig entstand eine östliche Vorstadt an der Ratinger Straße. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts entsprach die Ausdehnung der Stadt etwa der des heutigen Stadtteils Altstadt. Die weitere Geschichte der Altstadt für viele Jahrhunderte weitgehend identisch mit der Geschichte Düsseldorfs. Auf dem Stadterweiterungsplan von 1854 ist die Altstadt als eigenständiger Stadtteil neben der Carlstadt, Pempelfort, der Neustadt und der „Friedrichs Stadt“ zu erkennen [4].

Der Stadtteil Derendorf grenzt im Süden an den Stadtteil Pempelfort, im Westen an Golzheim, im Norden an Unterrath und im Osten an die Haupttrasse der Bahn und die Stadtteile Düsseltal und Mörsenbroich. Die Fläche beträgt ca. 3,3 km², wobei pro km² fast 5.000 Einwohner leben. Der Altersdurchschnitt beträgt 43 Jahre und entspricht somit dem Düsseldorfs insgesamt. Derendorf befindet sich derzeit im Wandel. Früher stark von der Industrie geprägt (Schlösser-Brauerei, Rheinmetall etc.) wird dieser Stadtteil aufgrund der guten Infrastruktur und der Nähe zum Zentrum immer beliebter. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf die Pläne der Stadt bezüglich des ehemaligen Rheinmetall-Geländes sowie des alten Güterbahnhofes und den Arealen des Schlachthofes zu richten. Zahlreiche neue Wohnungen und Büros sollen hier in den nächsten Jahren entstehen.



Bisher überwiegen in Derendorf Einpersonenhaushalte bei einem ebenfalls großen Angebot an Dreiraumwohnungen. Der Ausstattungsstandard liegt jedoch etwas unter dem Durchschnitt. Gleiches gilt für die Mietpreise. Nach wie vor leben in Derendorf überdurchschnittlich viele türkische Mitbürger. Teile Pempelforts, wie die Nordstraße, werden oft irrtümlich zum Stadtteil Derendorf gerechnet, doch tatsächlich beginnt dieser erst nördlich der Jülicher Straße. Das gewerbliche Zentrum Derendorfs stellt tatsächlich die Gegend um Münsterplatz und Münsterstraße mit dem Münster-Center dar. Im Norden des Stadtteils befinden sich darüber hinaus der städtische Großmarkt, auf dessen Gelände einmal im Monat der Radschläger-Trödelmarkt veranstaltet wird, sowie Teile des Nordfriedhofs. Am westlichen Rand Derendorfs, genauer gesagt an der Golzheimer Zietenstraße, befindet sich die rund um die Uhr polizeilich bewachte Synagoge in Düsseldorf aus dem Jahre 1958. Am östlichen Rand des Stadtteils befindet sich die Zentralmoschee-Düsseldorf des DÝTÝB. Das Moscheegebäude wurde für etwa 1,9 Mio. Euro von der Rheinbahn abgekauft und befindet sich direkt an der S-Bahn-Station. In Derendorf lebte die Familie Gustav von Rohdens.

Golzheim ist ein nördlich der Innenstadt am Rhein gelegener Stadtteil von Düsseldorf. Er ist Teil des Stadtbezirks 01.



In Golzheim und Stockum wurden die ältesten Siedlungsüberreste des Stadtgebietes gefunden. Trotzdem fand auf Golzheimer Grund lange kaum dichtere Besiedlung statt. 1384 wurde die Honschaft Golzheim der Verwaltung von Düsseldorf und der dortigen Gerichtsbarkeit unterstellt, wiewohl es immer vor den Mauern der Stadt lag. Mitte des 16. Jahrhunderts zählte man lediglich 58 Einwohner in Golzheim und Derendorf. 1512 wurde in Golzheim die städtische Windmühle errichtet, die dort fast Hundert Jahre betrieben wurde. Seit 1604 ist die Düsseldorfer Richtstätte auf Golzheimer Gebiet nachweisbar. 1630 wurde der Galgen wegen Überschwemmungsgefahr nach Pempelfort verlegt. Ende des 18. Jahrhunderts war Golzheim immer noch ländlich geprägt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde auf der Grundlage eines Plans des Düsseldorfer Hofgärtners Maximilian Friedrich Weyhe auf der Flußdüne entlang des Rheins der Golzheimer Friedhof angelegt, der zu den bedeutendsten Friedhofsanlagen des 19. Jahrhunderts im Rheinland zählt. Auf dem Friedhof sind berühmte Bürger der Stadt Düsseldorf bestattet, so etwa auch Maximilian Friedrich Weyhe, Friedrich Wilhelm von Schadow und Carl Leberecht Immermann. In direkter Nachbarschaft zum Golzheimer Friedhof liegt das Gebäude der Bezirksregierung Düsseldorf, die 1911 – damals noch Königliche Regierung zu Düsseldorf genannt – von der Mühlenstraße in der Altstadt an die Cecilienallee in Golzheim verlegt wurde. In seiner sehr eindrucksvollen neobarocken und palastartigen Anlage mit angebautem „Schlösschen“ für den Regierungspräsidenten zeigt der Bau die typischen Architekturformen des Wilhelminismus.

Die Carlstadt (bis Ende 2005 offiziell Karlstadt) ist ein innenstädtischer Stadtteil Düsseldorfs, der direkt südlich an die Altstadt grenzt und zum Stadtbezirk 01 gehört.



Ab 1750 war die Bevölkerung Düsseldorfs stark gewachsen, so dass sich eine Erweiterung der Stadt aufdrängte. Während des Siebenjährigen Krieges waren die Befestigungen im Süden der Stadt stark ausgebaut worden. Dadurch konnten die alten Befestigungsanlagen im Bereich zwischen der Flinger Bastion und der Zitadelle niedergelegt und einer neuen städtebaulichen Nutzung zugeführt werden. Die Abbrucharbeiten dauerten von 1784 bis 1787. Am 7. September 1787 wurden die Bebauungspläne veröffentlicht. Dies war der Beginn des neuen Stadtteils Carlstadt, der nach dem pfälzischen Kurfürsten Carl Theodor benannt wurde. Durch Steuernachlässe wurden zahlreiche Bauwillige angelockt und bereits 1790 wies der Bereich um den Carlsplatz städtische Bebauung auf. Die vollständige Bebauung der Expansionsfläche zog sich noch einige Jahrzehnte hin. Die schachbrettartige Anlage der Straßen sowie zahlreiche erhaltene Stadtpalais und Bürgerhäuser geben noch heute Zeugnis dieser Epoche.

Der Düsseldorfer Stadtteil Pempelfort grenzt direkt nördlich an Altstadt und Innenstadt. Nach Westen hin wird der Stadtteil vom Rhein begrenzt, nach Osten von der Haupttrasse der Deutschen Bahn AG und vom Stadtteil Düsseltal. Teile Pempelforts, wie die Nordstraße, werden oft irrtümlich zum Stadtteil Derendorf gerechnet, doch tatsächlich liegt dieser erst nördlich der Jülicher Straße. Die Klever Straße trennt Pempelfort vom Stadtteil Golzheim. Pempelfort ist einer der einwohnerstärksten Stadtteile Düsseldorfs und weist mit fast 10.000 Einwohnern pro Quadratkilometer eine hohe Bevölkerungsdichte auf. Der Stadtteil gehört zum zentralen Stadtbezirk 01. Hier befinden sich einige wichtige Institutionen, wie die Bezirksregierung Düsseldorf, das Oberlandesgericht und der Museumskomplex Ehrenhof mit dem museum kunst palast, dem NRW-Forum und der Tonhalle. Die großen Konzerne E.ON AG und die Ergo Versicherungsgruppe/Victoria-Versicherung haben hier ihre Zentralen. Als Zentrum des westlichen Pempelforts kann die Einkaufsmeile Nordstraße angesehen werden. Sie hält mit Geschäften für Lebensmittel, Delikatessen, Bio- und Dritte-Welt-Produkte, Möbel, Blumen, Spiel- und Schreibwaren, Kleidung und Sportbedarf über Buch-, Wein- und Antiquitätenhandlungen bis hin zu Optikern, Goldschmieden, Parfümerien sowie der einzigen unabhängigen Hörbuchhandlung Deutschlands u.v.m. ein reichhaltiges Warenangebot bereit und stellt somit außerhalb der Innenstadt die größte Einkaufsstraße der Stadt dar. Dazwischen und in den Seitenstraßen befinden sich viele Kneipen, Restaurants und Cafés; besonders viele Italiener – von einfach bis edel.



Das Zentrum des östlichen Pempelforts stellt mit Geschäften des täglichen Bedarfs die Derendorfer Straße dar. Beliebt ist hier außerdem das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs, auf dem einige Geschäfte und Restaurationen ihre Dienste anbieten. Der samstägliche Indoor-Trödelmarkt musste Ende 2007 dem Beginn des Großbauprojektes Neue Stadtquartiere Derendorf weichen. Das Restaurant und Club "Les Halles" führt seinen Betrieb aber weiter fort.[2] Beliebt sind bis zur gesamten Übernahme des Geländes durch das Bauvorhaben auch die Gastronomie darauf sowie weiterhin die Cafés, Restaurants und Kneipen weiter nördlich im Bereich Moltke- und Tußmannstraße. Düsseldorf-Pempelfort Rondell ParkstraßePempelfort ist ein Stadtteil mit urbaner Atmosphäre und daher beliebt bei jungen Menschen und Singles. Trotzdem ist die Sozialstruktur im Stadtteil äußerst facettenreich – sowohl hinsichtlich des Alters als auch des Einkommens seiner Einwohner. Es gibt viele alteingesessene Bewohner, die die Traditionen ihrer jeweiligen Gemeinden pflegen, andererseits eine hohe Fluktuation, beispielsweise von Mitarbeitern großer Düsseldorfer Unternehmen, die aus ganz Deutschland und anderen Ländern kommen und für die Dauer ihrer Anstellung in der Stadt Pempelfort zum Wohnen wählen. Besonders teuer ist das Wohnen in den Straßen nördlich des Hofgartens nah am Rhein. Nach Osten hin sinken die Mietpreise wie auch die Qualität des Wohnumfelds. Der Bau der Neuen Stadtquartiere Derendorf, geplant mit 139.000 m² Wohnfläche für ca. 3000 Bewohner und 311.000 m² Büroflächen für ca. 9000 Arbeitsplätze, auch Le Quartier Central®[3] genannt, soll jedoch auch hier das Niveau erhöhen und wird so vermutlich zur weiteren Gentrifizierung beitragen.

Stadtmitte ist einer der 49 Düsseldorfer Stadtteile und befindet sich im Stadtbezirk 01. Mit 1,72 km² und 12.786 Einwohnern gehört Stadtmitte zu den dicht besiedelten Stadtteilen. Stadtmitte ist das wirtschaftliche Zentrum der Landeshauptstadt. Der Stadtteil wird im Westen durch die Altstadt und im Osten durch den Hauptbahnhof begrenzt. Stadtmitte ist durch große Gegensätze geprägt, die sich in der Bildung verschiedener, inoffizieller Viertel zeigen. Neben zahlreichen Büros bietet der Stadtteil die höchste Konzentration von Einzelhandelsgeschäften in Düsseldorf, darunter vier große Kaufhäuser sowie drei Shoppingcenter. Die wichtigste Einkaufsstraße ist die Schadowstraße, die zu den meistfrequentierten und umsatzstärksten Straßen Deutschlands gehört.[2] Überregional und international bekannt ist die Königsallee, Düsseldorfs Luxuseinkaufsstraße.



Trotz seiner geringen Fläche ist die Struktur des Stadtteils Stadtmitte nicht homogen, was sich unter anderem an den Bodenpreisen zeigt, die etwa nördlich des Hauptbahnhofes bei rund 1.400 € pro m² liegen, während kaum einen Kilometer entfernt auf der Königsallee Werte von bis zu 13.000 € pro m² ermittelt werden.[3] Im Rahmen des Düsseldorfer Parkleitsystems hat die Stadt die Innenstadt in Quartiere aufgeteilt. Auf den Stadtteil Stadtmitte entfallen die Parkraumquartiere „Kö“, „Hauptbahnhof“ und „Schadowstraße“.[4] Daneben gibt es mehrere inoffizielle Viertel, die lokal bekannt sind und deren Abgrenzung nicht immer eindeutig ist.

Düsseltal, früher auch Düsselthal, ist ein traditionell wohlhabender Stadtteil von Düsseldorf, der sich ursprünglich um ein Kloster herum entwickelte. Bekannt ist er auch unter dem Namen Düsseldorf-Zoo, wie auch die Düsseltaler S-Bahn-Station bezeichnet ist. Die Katasterbezeichnung lautet „Unterflinger Broich“. Er gehört zum Stadtbezirk 02. Düsseltal hat eine Fläche von 2,98 km² und 25.616 Einwohner.



Die Gegend zwischen Düsseldorf und dem bis ins 19. Jahrhundert selbstständigen Gerresheim war bis zur Industrialisierung dünn besiedelt. Lokaler Herrscher im Mittelalter war das Rittergeschlecht Hayc von Flingern. Die ältesten Gebäude Düsseltals sind die beiden Speckerhöfe sowie die Buscher Mühle (benannt nach Johannes de Buscho). Die Mühle wurde bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts erwähnt. Sie ist heute eine der wenigen erhaltenen, früher recht zahlreichen Getreidemühlen längs der Düssel. Der Kurfürst Jan Wellem schenkte die beiden Speckerhöfe 1707 den Zisterzienser-Mönchen, die aus Mönchenwerth vor dem Hochwasser des Rheins fliehen mussten. Die Mönche wurden daher auch als „Speckermönche“ bezeichnet. Ihr Kloster wurde später in Düsselthal umbenannt, woher der Name des Stadtteils rührt. Das Kloster lag an der heutigen Graf-Recke-Straße. Graf Adelberdt von der Recke-Volmerstein richtete an der heutigen Graf-Recke-Straße 1822 die Rettungsanstalt Düsseltal für Waisenkinder ein. Als besondere Anekdote lässt sich anführen, dass sie u. a. finanziert wurde durch den Verkauf von an der Düssel gebrautem „echt Kölnisch Wasser“. 1835 gründete der Graf in Düsseltal die erste Diakonissenanstalt der Welt. Auf dem Land der ehemaligen Speckerhöfe entstanden während der Industrialisierung die Gutehoffnungshütte und später Haniel & Lueg. Heute erinnert noch der alte, unter Denkmalschutz stehende Uhrenturm an der Grafenberger Allee an diese Zeit.

Flingern ist ein traditionelles ehemaliges Arbeiterwohnquartier im Düsseldorfer Stadtbezirk 02 und besteht aus den beiden Stadtteilen Flingern-Nord und Flingern-Süd. Flingern liegt östlich der Düsseldorfer Innenstadt. Heute ist Flingern-Nord mit seinem alten Baubestand ein vorwiegend von jüngerem städtischen Publikum geprägter Stadtteil, während Flingern-Süd auch heute noch seine industrielle Prägung zeigt. Flingern gehört zu den ältesten Düsseldorfer Stadtteilen.



Im Jahre 1193 wurde Flingern als ein zu Grafenberg hin gelegener Wald erwähnt. Der Bereich zwischen Düsseldorf und Gerresheim war nur dünn besiedelt. Beherrscht wurde das Gebiet vom Rittergeschlecht Hayc von Flingern, welche als Holz- und Markgrafen dienten. Die Stadt Düsseldorf wuchs im 13. und 14. Jahrhundert weitgehend auf Grund und Boden der Flinger Ritter, deren Besitztümer zum Teil auch in der heutigen Altstadt lagen. Ihren Hof hatten sie auf dem Mühlenplatz. Das Geschlecht der Ritter von Flingern verlor bereits im 14. Jahrhundert an Bedeutung. Aus den ursprünglich im Flinger Wald gelegenen Speckerhöfen entstand das Kloster Düsselthal und rundherum der Stadtteil Düsseltal, der im Volksmund den Namen Zooviertel hat und sich nördlich an Flingern anschließt.

Bilk ist ein Stadtteil von Düsseldorf. Das Gebiet des ehemals selbständigen Ortes wurde bereits 1384 nach Düsseldorf eingemeindet und umfasste neben dem eigentlichen Stadtteil Bilk auch die heutigen Stadtteile Oberbilk, Unterbilk sowie Friedrichstadt. Bilk gehört zum Stadtbezirk 03 und hat 36.956 Einwohner auf einer Fläche von 5,56 km². Der nördliche Teil Bilks ist dicht besiedelt. Der Süden, wo sich die Heinrich-Heine-Universität und der dazugehörige botanische Garten befinden, ist dagegen lockerer bebaut. Dort befindet sich auch die Universitätsklinik



Bilk wurde am 14. Februar 799 zum ersten Mal urkundlich als Gutshof erwähnt (villa Bilici), wohl ein Königsgut mit Kirche. Die am südlichen Düsselarm gelegene kleine Tuffsteinkirche Alt St. Martin (Alte Bilker Kirche) geht bis in die fränkische Zeit zurück (vielleicht um 700 Stiftung durch den hl. Suitbertus an der Stelle eines heidnischen Germanenheiligtums) und lässt sich als Saalkirche nachweisen (spätestens um 900 durch einen Brand zerstört). Erste Erwähnung findet der Kirchenbau St. Martin im Jahre 1019 in einer Urkunde. Die ältesten Teile der heute dreischiffigen romanischen „Miniatur“-Pfeilerbasilika (Innenmaße etwa 11 Meter breit und 20 Meter lang) stammen im Kern aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts (Mittelschiff und fünfgeschossiger Westturm). Nach 1200 wurde die Kirche um den Chor mit Apsis nach Osten erweitert. Weitere Änderungen (Umbau der Seitenschiffe) erfolgten im 15. und 17. Jahrhundert. Im Inneren haben sich romanische Deckenmalereien erhalten, entstanden um 1245. Das Eingangsportal ist vom Düsseldorfer Künstler Bert Gerresheim gestaltet und stellt die Taten des Kirchenpatrons St. Martin dar, die Türgriffe zeigen den hl. Bischof Hilarius von Poitiers, der Martin zum Priester geweiht hat, und den Gelehrten Sulpicius Severus, der die Biografie des heiligen Martin um 395 verfasste. Diese harmonisch wirkende Kirche ist das älteste noch sichtbare Baudenkmal Düsseldorfs.

Der Stadtteil Flehe liegt im alten Süden der Stadt Düsseldorf, angrenzend an die Stadtteile Bilk, Volmerswerth und Himmelgeist, direkt am Rhein gelegen. Flehe gehört mit 2.469 Einwohnern auf 2,05 km² zu den kleineren Stadtteilen. Verwaltungstechnisch ist Flehe dem Stadtbezirk 3 zugeordnet. Der Kern des Stadtteils zwischen Fleher Kirche und dem Rhein ist bis heute stark landwirtschaftlich geprägt und hat nach wie vor einen dörflichen Charakter, obwohl er recht innenstadtnah ist. In der Umgebung des Aachener Platzes hingegen ist der Charakter städtisch. Der samstägliche Trödelmarkt am Aachener Platz zieht Besucher aus der gesamten Region an. Der dörfliche Charakter resultiert nicht zuletzt aus der geringen Einwohnerzahl und der niedrigen Bebauung. Der Anteil nichtdeutscher Staatsbürger liegt mit 6 bis 7 % deutlich unter dem Durchschnitt Düsseldorfs (ca. 16 %). Das Durchschnittsalter beträgt ca. 44 Jahre.



Der Name Flehe stammt wahrscheinlich vom Mitteldeutschen flet für Fluss her, alte Bezeichnungen sind auch Vle, Flee oder Vlye und bedeuten „an der Strömung gelegen“, andere lesen darin das Wort „Flüchten“ im Sinne von Zuflucht, der Name wurde aber lange Zeit angesichts von Überschwemmungen auch scherzhaft von flehen (um ein Ende des Hochwassers) abgeleitet. Flehe wurde bereits 1384 zu Düsseldorf eingemeindet, allerdings erst 1402 ausdrücklich urkundlich erwähnt. Bei Flehe befindet sich eine Wassergewinnungsanlage und die Düsseldorfer Stadtwerke fördern hier mit Filterbrunnen Uferfiltrat, also Rheinwasser, das durch die Sand- und Kiesschichten gewandert ist und nach weiterer Aufbereitung als Trinkwasser dient. Bekanntestes Bauwerk von Flehe dürfte die Fleher Brücke sein, über die die Autobahn 46 von Neuss nach Wuppertal führt.

Der Düsseldorfer Stadtteil Friedrichstadt liegt zwischen der Innenstadt und dem Düsseldorfer Stadtteil Bilk im Stadtbezirk 03. Auf einer Fläche von 1,04 km² leben dort 17.864 Menschen (Stand: 31. Oktober 2007). Er ist mit einer Bevölkerungsdichte von 17.177 Einwohnern/km² der am dichtesten besiedelte Stadtteil Düsseldorfs. Die Friedrichstadt weist außerdem die höchste Pkw-Dichte aller Düsseldorfer Stadtteile auf. Im Westen grenzt die Friedrichstadt an Unterbilk, im Nordwesten an die Carlstadt, im Norden an die Stadtmitte, im Osten an Oberbilk sowie im Süden an Bilk. Der Stadtteil weist einen sehr hohen Anteil an ledigen Bewohnern und Einpersonenhaushalten auf. Viele Einwohner sind von öffentlichen Mitteln abhängig. Darüber hinaus hat die Friedrichstadt mit 28,2 % einen überdurchschnittlich hohen Ausländeranteil, im Durchschnitt liegt dieser in Düsseldorf bei 17,1 %.



Angesichts der hohen Bevölkerungsdichte gibt es im Stadtteil selbst nur sehr wenige nennenswerte Grünanlagen. Die einzige Freizeit- und Spielplatzanlage inmitten des Stadtteils weist der historische Fürstenplatz auf. Mit seiner im Norden und Süden jeweils abgerundeten Anlage sowie einigen diagonal auf ihn zulaufenden Seitenstraßen weicht der Platz außerdem vom ansonsten in Friedrichstadt dominierenden Schachbrettmuster der Straßenzüge ab. Die Friedrichstraße im Westen des Stadtteils ist neben Nord- und Rethelstraße eine der umsatzstärksten Einkaufsstraßen außerhalb der Stadtmitte. Hier befindet sich mit dem 8.000 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassenden Stern-Verlag Düsseldorfs größte Buchhandlung. Rund um den neu begrünten Kirchplatz am Fuße der Kirche St. Peter am Südende der Friedrichstraße ist die WestLB in mehreren Verwaltungsgebäuden ansässig. Weiter nordwestlich grenzt Friedrichstadt an die Grün- und Teichanlagen im Umfeld des Ständehauses. Die Friedrichstadt beherbergt vor allem Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor, die meisten davon in der Sozialversicherung, der Rechts-, Steuer- und Wirtschaftsberatung sowie -prüfung, außerdem im Bankgewerbe und bei privaten Versicherungen. Die wichtigste Verkehrsadern des Stadtteils ist die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Corneliusstraße, welche die Autobahn A46 mit der nördlich anschließenden Berliner Allee und darüber mit der Innenstadt verbindet. Daraus resultiert eine überdurchschnittlich starke Verkehrbelastung für die Anwohner, insbesondere am Morgen und am späten Nachmittag.

Düsseldorf-Hafen ist ein durch Industrie, Logistik, Gewerbe und Büronutzung geprägter Stadtteil Düsseldorfs mit lediglich 129 Einwohnern, was auf einer Gesamtfläche von 3,85 km² einer Einwohnerdichte von 34 Einwohner/km² entspricht; somit ist dies der am dünnsten besiedelte Stadtteil Düsseldorfs. Einen Großteil der Fläche nimmt der 1896 eröffnete Düsseldorfer Wirtschaftshafen in Anspruch, der Teil der Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG ist, dem drittgrößten Binnenhafen in der Bundesrepublik Deutschland. Der Stadtteil Hafen gehört zum Stadtbezirk 03. Lange Zeit wurde der Hafen als Stadtteil nicht wahrgenommen, da dieser Bereich ein großes, zum Teil auch abgesperrtes Industrieareal war. Erst die seit den 1990er Jahren einsetzende Umwidmung der direkt an Unterbilk grenzenden Teile des Hafengebietes zum so genannten „Medienhafen“ und die darauf folgende Neubebauung mit zum Teil architektonisch gewagten Bürogebäuden brachten das Gebiet in den Blickpunkt der Düsseldorfer. In diesem Bereich haben sich zahlreiche Unternehmen aus der Medien- und Werbebranche angesiedelt, in letzter Zeit auch vermehrt Mode- und Designerbetriebe mit großflächigen Ausstellungsräumen. Ein Multiplex-Kino sowie zahlreiche gehobene Restaurants, eine Großraumdiskothek sowie Clubs und Lounges sorgen zudem für ein reges Nachtleben.



Düsseldorf ist durch die Lage am Rhein von alters her als Hafenstadt prädestiniert. Aufgrund politischer Verhältnisse sowie der Konkurrenz durch die Rheinhäfen in Neuss und Duisburg dauerte es jedoch bis ins 17. Jahrhundert, bis Düsseldorf ein Hafenbecken in der heutigen Carlstadt erhielt. Mit Beginn der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts zeigte sich die Notwendigkeit zum Bau eines großen Handelshafens. Am 9. November 1886 beschloss die Stadtverordnetenversammlung den Bau eines Hafens im Bereich der sogenannten „Lausward“, einem Teilgebiet des heutigen Stadtteils Hafen. Der Hafen wurde am 30. Mai 1896 feierlich eröffnet und war einer der modernsten Binnenhäfen seiner Zeit. In der Folge stieg der Warenumschlag so sehr, dass das Gebiet bereits 1904 erweitert werden musste.

Der Düsseldorfer Stadtteil Hamm liegt im Rheinbogen südlich der Innenstadt im Stadtbezirk 03. Der Name stammt vom lateinischen Wort Hamus (dt. Haken), was sich auf die Lage des Ortes in eben diesem Rheinbogen bzw. -haken bezieht. Mit 3.679 Einwohnern ist Hamm einer der kleinsten Stadtteile Düsseldorfs. Um den Düsseldorfer Stadtteil Hamm von der Stadt Hamm zu unterscheiden, wird er auch häufig als Kappes-Hamm (Kappes = Kohl im Düsseldorfer Platt) bezeichnet.



Spätestens 1218 findet sich die erste urkundliche Erwähnung von Hamm. Es gibt allerdings auch Berichte über erste Erwähnungen aus den Jahren 793 und 875. Eine der ältesten Quellen über Hamm ist die auf den 23. Juni 1347 datierte Urkunde über die Höfe aus Hamm. Die in Latein verfasste mittelalterliche Schrift befindet sich im Hauptarchiv der Landeshauptstadt Düsseldorf. In der mehr als 600-jährigen Geschichte des kleinen Ortsteils lassen sich mehr als acht schwere Hochwasser belegen. 1394 wird Hamm in die Stadt Düsseldorf eingemeindet. Die im Jahre 1458 erneuerte „St. Sebastianus Schützenbruderschaft“ Düsseldorf-Hamm gehört zu einer der ältesten historischen Schützenbruderschaften Düsseldorfs. Mit dem Einfall brandenburgischer Truppen 1644 begann auch für den Düsseldorfer Ortsteil der Dreißigjährige Krieg. Heutzutage prägt die katholische Pfarrkirche St. Blasius, die 1911 neu errichtet wurde, das Ortsbild. Älter als die Pfarrkirche sind die beiden Kapellen in Hamm. 1709 wurde der Bau der Rochuskapelle am unteren Ende der Fährstraße in Auftrag gegeben. Noch älteren Datums ist die vom Pfalzgrafen Philipp Wilhelm zur Geburt des Prinzen Jan Wilhelm gestifte Kreuzkapelle. Die von 1658 bis 1660 gebaute Kapelle wird heute von der orthodoxen Gemeinde in Düsseldorf genutzt.

Volmerswerth ist ein älterer, noch etwas landwirtschaftlich geprägter, kleiner Stadtteil von Düsseldorf im Stadtbezirk 03.



Die Insel Volmerswerth wurde 1173 erstmals als Fischereisiedlung als Besitz des Klosters Schwarzrheindorf erwähnt, um 1300 wurde die Kapelle erbaut. 1456 erhielt der Ort einen Gerichtsstand, 1487 wurde Volmerswerth zu Düsseldorf eingemeindet. 1780 wurde die Küsterei erstmals urkundlich erwähnt. Die neugotische Kirche St. Dionysius stammt aus dem Jahr 1856. Der Rheindeich wurde nach dem großen Hochwasser des Winters 1925/26 errichtet.

Düsseldorf-Heerdt ist der westlichste Stadtteil Düsseldorfs. Die bereits im 11. Jahrhundert erstmals erwähnte Landgemeinde war lange Zeit eher zum linksrheinischen Umland orientiert als nach Düsseldorf. Rund um den Nikolaus-Knopp-Platz bei der Heerdter Kirche ahnt man noch etwas vom alten Heerdt. Dort gibt es alle wichtigen Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. Beliebte Spaziermeile ist darüber hinaus das Heerdter Teilstück der Rheinallee, an der stattliche Villen stehen. Mehr Idylle bietet der Stadtteil nicht, denn Heerdt ist größtenteils industriell geprägt und geht in das Neusser Hafengebiet über. In direkter Nachbarschaft, am Handweiser, befindet sich ein Betriebshof der Rheinbahn. Die meisten Wohnhäuser in Heerdt sind eher schlichte Mehrfamilienkomplexe. Den Stadtteil durchschneidet die wichtigste Ausfallstraße nach Westen, die Brüsseler Straße. Für Gesprächsstoff sorgt das Ökotop Heerdt, der Versuch, auch in städtischem Umfeld naturverträglich zu leben. Dort werden regelmäßig naturkundliche Vorträge und Führungen angeboten.



Die meisten Wohnhäuser in Heerdt sind eher schlichte Mehrfamilienkomplexe. Den Stadtteil durchschneidet die wichtigste Ausfallstraße nach Westen, die Brüsseler Straße. Für Gesprächsstoff sorgt das Ökotop Heerdt, der Versuch, auch in städtischem Umfeld naturverträglich zu leben. Dort werden regelmäßig naturkundliche Vorträge und Führungen angeboten.

Lörick ist der nördlichste linksrheinische Stadtteil von Düsseldorf mit direkter Lage am Rhein, angrenzend an die Düsseldorfer Stadtteile Niederkassel, Oberkassel und Heerdt sowie an die Stadt Meerbusch, Ortsteil Büderich. Ein Teil von Lörick ist im wesentlichen vorstädtisch geprägt, überwiegend mit Ein- und Zweifamilienhausbebauung im gehobenen Standard. Der alte Ortskern, Alt-Lörick hat dörflichen Charakter, neue Bauten müssen sich dem prägenden Ortsbild anpassen. Im Kontrast dazu steht das Bürogebiet Seestern mit zahlreichen Hochhäusern, die auf rund 450.000 m² Fläche 10.000 Menschen Arbeit bieten. Zahlreiche Firmen aus der Kommunikationsbranche sowie japanische Unternehmen haben hier ihren Sitz. Hinzu kommen fünf Hotels mit rund 1.500 Betten. In Lörick befinden sich 9% der in Düsseldorf vorhandenen Übernachtungskapazitäten sowie rund 5,5% der gesamten Büroflächen der Landeshauptstadt.[2] Lörick ist aber auch durch sein beliebtes Freibad als Ausflugsziel bekannt.



Der Düsseldorfer Stadtbezirk 4, zu dem außer Lörick auch Niederkassel, Oberkassel und Heerdt gehören, entspricht im Wesentlichen dem Gebiet der erstmals im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnten Landgemeinde Heerdt. Jahrhundertelang orientierte sich das in der Rheinschlinge liegende Dorf zum linksrheinischen Hinterland. Mit dem Bau der ersten festen Rheinbrücke im Jahr 1898 gewann Düsseldorf für Heerdt – und umgekehrt – an Bedeutung. Durch neu entstandene Wohngebiete in Oberkassel stieg die Einwohnerzahl der Gemeinde Heerdt sprunghaft an. Der Gemeinderat setzte auf Betreiben von Nikolaus Knopp die Eingemeindung nach Düsseldorf 1909 durch. Die Alteingessenen leisteten dagegen heftig Widerstand.

Niederkassel bildet zusammen mit Oberkassel, Heerdt und Lörick den Stadtbezirk 4 von Düsseldorf, der im wesentlichen der ehemaligen Bürgermeisterei Heerdt entspricht, die im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1909 wurde Heerdt, und damit auch Niederkassel, nach Düsseldorf eingemeindet.



Aus dem bäuerlichen Straßendorf Niederkassel hat sich ein heterogener Stadtteil für gehobene Wohnansprüche entwickelt. Entlang der Straße Alt-Niederkassel befinden sich noch zahlreiche alte Hofanlagen und Wohnhäuser, die mitunter denkmalgerecht und liebevoll restauriert worden sind. Entlang der Rheinauen zieht sich der Kaiser-Friedrich-Ring, der überwiegend mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebaut ist. Hier stehen auch vereinzelt große Stadtvillen. Es handelt sich um eine der besten Adressen der Landeshauptstadt. Ansonsten ist Niederkassel mit überwiegend mittelgroßen Wohnanlagen bebaut, die sich in einem durchgrünten Umfeld befinden.

Oberkassel ist seit dem Jahre 1909 ein linksrheinischer Stadtteil Düsseldorfs, der zum Stadtbezirk 04 gehört. Häufig wird der gesamte Stadtbezirk fälschlicherweise als Oberkassel bezeichnet. Zwei Brücken verbinden Oberkassel mit dem rechtsrheinischen Düsseldorfer Stadtgebiet. Die Oberkasseler Brücke führt in Richtung Altstadt und Stadtmitte, die Rheinkniebrücke nach Unterbilk und Friedrichstadt.



Oberkassel war Teil der erstmals im 9. Jahrhundert erwähnten Landgemeinde Heerdt. Getrennt durch den Rhein und aufgrund der politischen Zugehörigkeit zu Kurköln orientierte sich das kleine Dorf eher zum linksrheinischen Hinterland als zur rechtsrheinisch gelegenen Stadt Düsseldorf, die zum Herzogtum Berg gehörte. Allerdings erbaute Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (Jan Wellem) am Oberkasseler Rheinufer 1689 mit der Fort Düsselburg einen Schutz für die Stadt Düsseldorf. Ab 1699 gab es eine regelmäßige Verbindung nach Düsseldorf in Form einer Gierponte. Von 1794 bis 1815 beherrschten die Franzosen das Gebiet. Mit Beginn der preußischen Herrschaft wurde die Landgemeinde Heerdt 1815 dem Kreis Neuss zugeschlagen. 1839 wurde dann mit einer Pontonbrücke die erste, halbwegs feste Verbindung zwischen Düsseldorf und Oberkassel errichtet. 1854 wurde Oberkassel an die Bahnstrecke Aachen–Düsseldorf angeschlossen, wobei der Personenverkehr am Belsenplatz in Oberkassel endete. Die Güter konnten per Bahn noch bis zur Pontonbrücke geführt werden, wo sie umgeladen wurden.

Angermund ist der nördlichste Stadtteil von Düsseldorf und liegt auf halber Strecke zwischen den Stadtzentren von Düsseldorf und Duisburg (jeweils 12 Kilometer entfernt). Angermund hat 6.021 Einwohner, umfasst eine Fläche von 13,30 km² und liegt im Düsseldorfer Stadtbezirk 5. Die vormals selbstständige Gemeinde im Amt Angerland, die 960 erstmalig urkundlich erwähnt wurde, ist 1975 nach Düsseldorf eingemeindet worden. Die Telefonvorwahl des Ortes lautet 0203 (eigentlich: Duisburg).



Angermund besitzt ein eigenes Flair und ein ausgeprägtes Eigenleben, was äußerlich auch daran ablesbar ist, dass hier alle Straßenschilder aus Holz geschnitzt sind. Weit über die Grenzen Düsseldorfs und Duisburgs hinweg bekannt ist der Schlosspark Heltorf mit seinen bedeutenden Rhododendron-Anpflanzungen. Am südlichen Ende des alten Ortskerns befindet sich noch die Burg Angermund aus dem 14. Jahrhundert. Sie war die nördlichste Bastion der Grafen von Berg. Durch den Abbau von Kies entstanden Baggerseen in und um Angermund. Sie werden heute zum Teil als (wilde) Badeseen genutzt und ziehen Besucher insbesondere aus dem Ruhrgebiet an.

Kaiserswerth ist ein am Rhein gelegener Stadtteil von Düsseldorf. Die frühere Stadt wurde 1929 eingemeindet.



Direkt am Rheinstrom und auf halbem Wege zwischen Düsseldorf und Duisburg liegt die ehemalige Reichsstadt Kaiserswerth. Der Rhein macht hier einen flachen Bogen, so dass der Fluss gut 13 Kilometer überblickt werden kann. Das 4,71 km² große Kaiserswerth liegt etwa 8 km vom Stadtzentrum Düsseldorfs entfernt und hat 7.897 Einwohner (Stand 31. Oktober 2007). Nach der Besiedlungszeit ist Kaiserswerth der älteste urkundlich nachweisbare Stadtteil von Düsseldorf. Zusammen mit den Stadtteilen Angermund, Kalkum, Lohausen, Stockum und Wittlaer bildet Kaiserswerth heute den Düsseldorfer Stadtbezirk 5.

Der Düsseldorfer Stadtteil Kalkum ist einer der ältesten Orte auf dem heutigen Düsseldorfer Stadtgebiet. Bereits 852 n. Chr. wurde er als Calcheim in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Die örtliche Mundart spricht von Kalkem. 1929 wurde Kalkum der neuen Verwaltungseinheit Amt Ratingen Land zugeordnet, musste aber bereits eine Fläche von 0,91 km² mit 1112 Einwohnern an Düsseldorf abtreten. 1930 verlor Kalkum die verwaltungsrechtliche Eigenständigkeit und es erfolgte per Dekret des preußischen Innenministeriums die Zusammenlegung der Flecken und Orte Bockum, Wittlaer, Kalkum mit Zeppenheim, Einbrungen, und Froschenteich zur neuen Landgemeinde Wittlaer. Im Zuge der nächsten Verwaltungsneuordnung wurde diese Großgemeinde Wittlaer zum 1. Januar 1975 der Landeshauptstadt Düsseldorf zugeschlagen. Die Stadt Düsseldorf gewährte Kalkum mit Zeppenheim unter Veränderung der Grenzziehung den Status eines eigenen Düsseldorfer Stadtteils innerhalb des Stadtbezirks 7.



Flächenmäßig gehört er mit 7,62 km² zu den größeren, aber von der Einwohnerzahl mit 1.890 eher zu den kleineren Stadtteilen. Er liegt im Norden Düsseldorfs umgeben von zahlreichen Wäldern und Feldern. Der hohe Freizeitwert sowie die Nähe zum historischen Ortskern von Kaiserswerth macht Kalkum zu einer beliebten Wohngegend. Der große Anteil an Grünflächen, Baggerseen und Wald steht unter Landschaftsschutz und soll vorläufig nicht für eine Bebauung freigegeben werden. Es überwiegt Einfamilienhausbebauung bei hohem Wohnstandard. Je nach Windrichtung kann allerdings der Lärm des südlich anschließenden Flughafen Düsseldorf sowie der starke Durchgangsverkehr den friedlichen Eindruck mindern. Das Kalkumer Wasserschloss macht Kalkum zu einem attraktiven Ausflugsziel für Radfahrer aus der Umgebung. Das Schloss war früher der Stammsitz der Familie Hatzfeld und wurde 1946 dem Land Nordrhein-Westfalen verkauft, das dort 1962 eine Zweigstelle des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf eingerichtet hat. Der Landschaftsgarten, der das Schloss umgibt, ist ein Teil der grünen Lunge des Stadtteils.

Düsseldorf-Lohausen ist ein Stadtteil von Düsseldorf. Lohausen liegt im Norden der Stadt Düsseldorf und grenzt an die Stadtteile Kaiserswerth und Kalkum im Norden, Stockum im Süden, und Unterrath im Südosten. Der Stadtteil erstreckt sich im nördlichen Außenring vom Rhein im Westen (Stadtgrenze zu Meerbusch) bis zur östlichen Stadtgrenze nach Ratingen. Mit einer Fläche von 11,66 km² ist er der flächenmäßig drittgrößte Stadtteil, hat aber mit 4.009 Einwohnern nur eine Bevölkerungsdichte von 344 Einwohnern pro km². Wie auch Kaiserswerth wurde Lohausen 1929 nach Düsseldorf eingemeindet.



Lohausen wurde 1147 erstmals urkundlich erwähnt. Die Herren von Kalcheim (heute Kalkum) besaßen zwei Rittersitze, Lohausen und Leuchtenberg, welche beide zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Heinrich Balthasar Lantz erworben wurden, der nahe des Hofes Lohausen ein neues Herrenhaus errichten und einen großen Park anlegen ließ, den Lantz’schen Park. 1972 erwarb die Stadt die Anwesen der Familie Lantz. Namensgeber von Lohausen ist das bereits im Mittelalter erwähnte gleichnamige ehemalige Rittergut südlich neben dem Lantz’schen Park. Auch vom Haus Leuchtenberg nahe am Rheindeich sind noch ansehnliche Teile erhalten.

Stockum ist ein nördlicher Stadtteil von Düsseldorf. In örtlicher Mundart spricht man „Stockem“ mit kurzem e. Mit 6,70 km² gehört Stockum flächenmäßig zu den großen Stadtteilen, hat aber nur 5060 Einwohner. Die Wohnbebauung konzentriert sich überwiegend auf den östlichen Bereich des Stadtteils, während der westliche Teil hauptsächlich durch das Messegelände, die LTU arena sowie die Messeparkplätze und Rheinauen geprägt wird. Aufgrund der Nähe zum Flughafen gibt es außer dem Messeturm keine hohe Bebauung. Vorherrschend sind Ein- und Zweifamilienhäuser sowie kleinere Wohnanlagen. Im Süden liegt der Nordpark mit dem Aquazoo.



Stockum ist vielleicht der älteste Siedlungsplatz auf dem Düsseldorfer Stadtgebiet. Siedlungsreste aus der späten Bronzezeit sind bekannt. Aus der Zeit ab 450 n. C. wurde ein fränkisches Gräberfeld ergraben. Der Ort wurde 1909 nach Düsseldorf eingemeindet. Er war damals noch ländlich-landwirtschaftlich geprägt. Zum Zeitpunkt der Eingemeindung lebten 807 Einwohner auf einer Fläche von 3,72 km², allerdings schloss das auch größere Teile der Landgemeinde Lohausen ein. Der Ort bestand aus mehreren Bauernhöfen mit einem kleinen mittelalterlichen Kapellchen. Die Altbebauung fiel dem Messegelände zum Opfer. Eine alte Straße führte hier bei dem heutigen Lokal Schellenburg über den Rhein, die Kaiserswerth und Neuss verband. Die Schellenburg wurde bereits 1411 urkundlich erwähnt. 1913 kaufte die Stadt Düsseldorf die alte Fähr- und Treidelstation und plante hier einen neuen Industriehafen, 1925 wurden die Gebäude dann abgerissen, aber wegen breiter Proteste 1925–1926 durch Stadtbaurat Freese neu erstellt. Weit vor 1900 betrieb die Barmer Firma Karl Jäger, später zur Bayer AG gehörig, eine zeitlang eine Farbenfabrik, ferner fand Lehmabbau und Ziegeleibetrieb statt. Die Überreste dieser Gewerke fielen dem Bau des Nordparks zum Opfer.

Wittlaer ist ein altes ehemaliges Fischerdorf und heute Stadtteil von Düsseldorf und erstreckt sich am Ostufer des Niederrhein nördlich von Kaiserswerth. Der Stadtteil umfasst die alten Orte Dorf Bockum, Einbrungen, Froschenteich und Dorf Wittlaer. Die nördliche Stadtteilgrenze von Wittlaer bildet gleichzeitig die Stadtgrenze von Düsseldorf mit Duisburg. Wittlaer ist heute ein beliebter und teurer Wohnvorort Düsseldorfs. Die Geschichte der vormals selbstständigen Gemeinde im Amt Angerland reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. 1975 wurde Wittlaer nach Düsseldorf eingemeindet. Im Dorf Wittlaer befindet sich der niedrigste Punkt Düsseldorfs: die Mündung des Schwarzbachs in den Rhein 28 m ü. NN



Wittlaer zeichnet sich durch seine ausgezeichnete Lage und sein ausgeprägtes Dorfleben aus. Zahlreiche Vereine (wie TV Kalkum-Wittlaer, St.-Sebastianus-Bruderschaft, freiwillige Feuerwehr, kirchliche Organisationen) organisieren eine gepflegte Gemeinschaft. Auch wenn Wittlaer etwas abgelegen vom Düsseldorfer Zentrum liegt, kann man dieses problemlos dank guter Bahn- und Busverbindungen, innerhalb von etwa 30 Minuten, erreichen. Doch auch in Wittlaer selbst finden sich Sehenswürdigkeiten, einige Restaurants und Gaststätten.

Lichtenbroich ist einer der 49 Stadtteile von Düsseldorf und wurde erstmals 1193 urkundlich erwähnt. 1909 ließ sich Lichtenbroich nach Düsseldorf eingemeinden.



Vor Jahrhunderten sorgte der Rhein, dessen Bett sich seinen Weg durch das Gelände suchte, mit immer wieder kehrenden Überschwemmungen für ein sumpfiges Gelände. Der Ursprung des Namens Lichtenbroich (im Platt „Leetebrok“), geht vermutlich auf das ehemals sumpfige und sehr licht bewachsene Gelände zurück. Noch im frühen 20. Jahrhundert war in Lichtenbroich von Industrie- und Siedlungsgelände keine Spur. Nach dem Krieg wuchsen auf freiem Feld die Wohnblocks, so fanden Vertriebene aus Pommern, Ost- und Westpreußen hier ein neues Zuhause. Es entstanden die Mannesmann-Werke und Düsseldorf konnte sich mit dem Attribut „Röhrenstadt“ schmücken. Es entwickelten sich kleine typische Arbeitnehmer-Bezirke, welche anhand der kleinen schmalen Häuser noch zu erahnen sind. Heute gilt Lichtenbroich gerade für junge Familien als Zuzugsgebiet, weshalb sich in den letzten zehn Jahren die Einwohnerzahl verdoppelt hat. Eine große Eigenheimsiedlung kontrastiert nunmehr die ehemalige Post-Siedlung. Die Zahl der Familien liegt in Lichtenbroich mit 32 Prozent nur noch hinter Hellerhof mit 44 Prozent und damit weit über dem Düsseldorfer Schnitt.

Mörsenbroich (ausgesprochen Mörsenbrooch) liegt ca. vier Kilometer nordöstlich der Innenstadt Düsseldorfs und grenzt an die Stadtteile Rath, Unterrath, Derendorf, Grafenberg und Düsseltal. Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist das Viertel durch das „Mörsenbroicher Ei“, einen der am stärksten befahrenen Verkehrsknotenpunkte Düsseldorfs. Hier kreuzt die B 7 den nördlichen Zubringer zur A 52 sowie weitere verkehrsreiche Hauptstraßen wie die Münster-, Brehm- und Sankt-Franziskus-Straße. Mörsenbroich hat 13.860 Einwohner (Stand 30. November 2007). Über den Stadtteil verteilt finden sich einige Kleingartenanlagen, eine der größeren der Stadt liegt zwischen dem Autobahnzubringer und der westlichen Stadtteilgrenze. Immer wieder stößt man in dem relativ ruhigen Viertel auf größere Grünanlagen.



Im Südosten Mörsenbroichs liegt ein größeres Kasernengelände, welches umgestaltet werden soll. In der Umgebung finden sich grüne, beschauliche Wohngebiete, die bisweilen die Nähe zu den Luxusvierteln Düsseldorf-Zoo und Düsseldorf-Grafenberg erahnen lassen.

Rath ist ein Stadtteil im Nordosten Düsseldorfs mit 18.557 Einwohnern im Jahr 2007. Der Stadtteil befindet sich in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens und grenzt an die Stadt Ratingen.



Urkundlich wurde Rath bereits 1375 erwähnt. Rath und Umgebung waren bis 1897 ländlich geprägt, bis zur Errichtung des Mannesmann-Röhrenwerks, das dem Stadtteil bis heute seinen industriellen Charakter verleiht und heute zum französischen Unternehmen Vallourec gehört. 1909 wurde Rath zusammen mit Unterrath und Lichtenbroich auf eigenen Wunsch hin nach Düsseldorf eingemeindet.

Unterrath ist ein Stadtteil im Norden Düsseldorfs mit einer Fläche von 4,38 km² und 20.798 Einwohnern



Die historischen Wurzeln des Stadtteils lassen sich bis auf die Rather Kapelle von 1227 und den erstmals 1247 erwähnten Königshof Rath zurück verfolgen. Sie reichen aber noch viel weiter, haben sich hier doch bereits die Sachsenkönige, die Salier, dann die Staufer aufgehalten. 1347 wird erstmals das gleich neben dem Königshof gelegene älteste Düsseldorfer Kloster „Maria Not“ der Franziskanerinnen erwähnt. 1869 ging das frühere adelige Rittergut „Haus Hain“, das zu den Vorhöfen des Könighofes gehörte, in den Besitz der Kartäuser-Mönche über, die dieses zum Kloster Kartause Maria Hain ausbauten. Es war die erste neue Niederlassung des Kartäuser Ordens auf deutschem Boden. Der Grundstein für die heutige Kirche „Maria unter dem Kreuz“ wurde im November 1870 gelegt. Bis 1898 war sie die einzige Kirche für Unterrath. Im Jahre 1905 erhielt der Stadtteil infolge des Anwachsens seiner Bevölkerungszahl eine eigene Pfarre. Der Name entstand als Bezeichnung des 1891 errichteten Bahnhofs Unterrath an der Bahnlinie zwischen Derendorf und Kalkum. Unterrath gehörte bis zum

Gerresheim ist ein Stadtteil von Düsseldorf und liegt im Stadtbezirk 07 im Osten der Stadt an den Hängen des Niederbergischen Landes. Die ehemals eigenständige Stadt wurde 1909 nach Düsseldorf eingemeindet. Gerresheim hat 27.881 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2005) und eine Fläche von 6,74 km².[1]



Das erste überlieferte Ereignis ist die Gründung eines Frauenstifts im letzten Drittel des 9. Jahrhunderts durch den Adeligen Gerricus. Zu Beginn des 10. Jahrhundert überfielen die Normannen und die Ungarn den Großraum Düsseldorf. Letztere zerstörten 919 dabei Gerresheim und das Stift fast vollständig. Der Konvent mitsamt Äbtissin flüchteten in das Kölner St.-Ursula-Stift. Der Wiederaufbau erfolgte in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts. Im Jahre 970 weihte der Kölner Erzbischof Gero eine neue Kirche ein. 1368 wurde das Dorf Gerresheim, das sich inzwischen um das Stift angesiedelt hatte, durch die Grafen von Berg zur Stadt erhoben. Im 17./18. Jahrhundert verarmte die Stadt Gerresheim jedoch durch den Weggang einiger adliger Stiftsdamen und durch einige verheerende Stadtbrände. Auch einige Soldatenheere des Truchsessischen Krieges und des Dreißigjährigen Krieges überfielen die kleine Stadt. In der Folge wurde sie bedeutungslos. 1803 wurde im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses das Kanonissenstift aufgehoben.

Grafenberg ist ein östlicher Stadtteil Düsseldorfs, am Fusse der Ausläufer des Bergischen Landes. Grafenberg ist mit 5481 Einwohnern auf 0,94 km² der kleinste Stadtteil im Stadtbezirk 7 und nach der Carlstadt und der Altstadt der drittkleinste Stadtteil der Landeshauptstadt. Er zieht sich an der Grafenberger Allee entlang bis zum Staufenplatz im Osten. Zum Teil ist die Abgrenzung zu den benachbarten Stadtteilen auch Einheimischen nicht immer geläufig.



Überwiegend als Wohngegegend genutzt, ist der Stadtteil wirtschaftlich gesehen von untergeordneter Bedeutung. Allerdings liegen direkt jenseits der Stadtteilgrenzen in Flingern-Nord die Zentrale der Metro AG, die Haupt-Arbeitsagentur, das Thyssen Trade Center sowie zahlreiche Büroneubauten. Gefühlsmäßig gehören diese Standorte für viele Düsseldorfer zu Grafenberg. Fälschlicherweise werden auch der Grafenberger Wald, die Galopprennbahn und das Landeskrankenhaus in diesem Stadtteil vermutet; tatsächlich liegen sie aber im benachbarten Düsseldorf-Ludenberg.

Der Düsseldorfer Stadtteil Hubbelrath wurde 1975 eingemeindet und liegt im Osten der Stadt an der Grenze zum Kreis Mettmann (Ratingen/Mettmann/Erkrath). Bis dahin bildete Hubbelrath mit den Ortsteilen Homberg-Meiersberg (heute zu Ratingen) und Metzkausen (heute zu Mettmann) die selbstständige Gemeinde Amt Hubbelrath. Hubbelrath umfasst geografisch die „Gemarkung“ Hubbelrath, das sind u.a. das sogenannte Dorf Hubbelrath mit der sehenswerten romanischen Kirche St. Cäcilia und den umliegenden Bauernhöfen, Knittkuhl, die Stratenhofsiedlung und die Siedlungsgebiete am Rotthäuser Weg (Am Gieb, Sauerweg usw.). Dazu gehören große Flächen an Natur- und Landschaftschutzgebieten wie das Rotthäuser und das Hubbelrather Bachtal, mit Wanderwegen durch die schöne niederbergische Landschaft, die Müllkippe und die höchste natürliche Erhebung Düsseldorfs, der Sandberg mit ca. 165 m Höhe in der Nähe der Golfplätze, sowie die Bergische Kaserne. Der Name Hubbelrath leitet sich von Hupoldesroth ab, einem bereits im Jahre 950 urkundlich erwähnten Herrenhof.



Im Dorf Hubbelrath gibt es ein reges Vereinsleben (Schützen, Freiwillige Feuerwehr). Knittkuhl liegt in unmittelbarer Nähe der Bergischen Kaserne und des Düsseldorfer Stadtwaldes und wird überwiegend von jungen Familien mit Kindern sowie Senioren bewohnt. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 2000. In Knittkuhl befinden sich Geschäfte des täglichen Bedarfs, Ärzte, Kirchen, zwei konfessionelle Kindergärten, ein Elterninitiativen-Kindergarten, ein Gemeindezentrum, Sportvereine (SSV Knittkuhl und der 1.FC Knittkuhl), die Kulturfreunde Knittkuhl e. V. und eine Grundschule. In der näheren Umgebung befinden sich ein Segelflugplatz, die Grafenberger Galopprennbahn, ein Golfplatz sowie ein Truppenübungsgelände der Bundeswehr. Knittkuhl wird von den Buslinien 733 sowie 738 der Rheinbahn angefahren.

Ludenberg ist ein Stadtteil von Düsseldorf, angrenzend an Grafenberg, Gerresheim, Hubbelrath und Rath. Obwohl mit 6,44 km² flächenmäßig groß, zählt Ludenberg lediglich 6.912 Einwohner. Der Stadtteil wird durch Wälder und landwirtschaftliche Flächen in hügeliger Landschaft geprägt. Ludenberg verfügt über kein Zentrum und die verschiedenen Wohnsiedlungen liegen weit auseinander. Da sie zudem oft direkt an die benachbarten Stadtteile angrenzen, werden die dort befindlichen Häuser in der öffentlichen Wahrnehmung fälschlicherweise Grafenberg, Gerresheim oder Mörsenbroich zugeschlagen. Der Stadtteil Ludenberg ist selbst manchem Düsseldorfer unbekannt, obwohl Teile Ludenbergs zu den besten und teuersten Wohngebieten der Landeshauptstadt gehören und sich hier die Galopprennbahn, der Rochusclub oder die Rheinischen Landeskliniken befinden



Bis zum Beginn des 19. Jahrhundert gehörte Ludenberg zur Bürgermeisterei Gerresheim. Neben Ludenberg wurden ebenfalls Morp, Vennhausen, Erkrath, Unterbach, Dorp und Bruchhausen von Gerresheim mitverwaltet. Insgesamt hatte die Bürgermeisterei etwa 2.500 Einwohner. Als 1852 die Teilung Gerresheims in eine Stadt- und eine Landgemeinde vorgenommen wurde, wurde Ludenberg der Landgemeinde zugeordnet. Ludenberg wurde dadurch selbständige unabhängige Gemeinde mit eigenen Bürgermeister. 1909 wurde Ludenberg, genauso wie Gerresheim, nach Düsseldorf eingemeindet.

Eller ist ein Stadtteil Düsseldorfs, im Südosten der Stadt gelegen und war bis 1909 eine selbstständige Gemeinde und gehört zum Stadtbezirk 08. Die Bezirksverwaltung hat ihren Sitz im historischen Rathaus Eller. Der Stadtteil hat 29.698 Einwohner und eine Fläche von 5,86 km².



Archäologische Funde lassen auf eine kontinuierliche Besiedlung des Gebietes seit dem 2. Jahrhundert nach Christus schließen. Die Meinung der Historiker, ob dort eine germanische, romanisierte germanische oder römische Siedlung bestanden hat, gehen jedoch auseinander. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt erst 1218 in der Heberolle des Stiftes Gerresheim unter dem Namen Elnere, was „Weide am Sumpf“ bedeutet, nachdem sich bereits 1151 ein Gumpert von Elnere als Untervogt eines Hofes bei Hitdorf findet. Im Jahr 1288 ist Ludwig von Elnere Zeuge bei der Stadterhebung von Düsseldorf. Siedlungskern des Dorfes Eller ist die heutige Straße Alt-Eller. Die benachbarte Burg Eller wird erstmals 1309 erwähnt und bis 1469 zur Wasserburg ausgebaut. Aufgrund fortschreitenden Verfalls wird sie 1826 bis auf den Turm abgetragen und als Schloss Eller neu erbaut. Nachdem seit etwa 1350 lediglich eine Burgkapelle als einziges Gotteshaus in Eller bestand, wurde von 1827 bis 1829 die erste katholische Pfarrkirche im Ort durch Baumeisters Anton Walger an der Ecke Alt-Eller/Gumbertstraße nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel als sogenannte Normalkirche Schinkels errichtet. Dieses Gotteshaus wurde wegen eines größeren Neubaus kurz nach 1900 wieder abgebrochen; die Ellerkirchstraße erinnert noch an den einstigen Standort.

Lierenfeld ist ein Stadtteil von Düsseldorf im Stadtbezirk 08. Der Stadtteil liegt im Bereich des ehemaligen Industriegürtels der Stadt. Die Fläche beträgt 2,48 km² und die Einwohnerzahl 9685. Lierenfeld ist heute noch weitgehend durch produzierendes Gewerbe geprägt, dessen Flächenanteil etwa doppelt so groß wie der für den Wohnungsbau genutzten ist. Der Anteil ausländischer Bürger liegt mit 23,5 % über dem städtischen Durchschnitt von 16,9 %. Mit 1,7 Kindern pro Familie ist der Stadtteil kinderreich; der Anteil Alleinerziehender liegt bei über 37 %, die Arbeitslosigkeit bei über 20 %.[2] Trotz der sozialen Probleme, mit denen der Stadtteil zu kämpfen hat, und der prägenden Industrie gibt es in Lierenfeld auch idyllische Straßenzüge, in denen überwiegend Mittelstandsfamilien wohnen. Es gibt einen traditionsreichen Schützenverein und eine große Bezirkssportanlage, die unter anderem von einem Fußballverein genutzt wird.



Das Gebiet, auf dem sich der heutige Stadtteil befindet, gehört seit 1384 zur Stadt Düsseldorf. Der Name Lierenfeld ist seit 1395 bezeugt. In der waldreichen und sumpfigen Gegend, die weit außerhalb der Stadtmauer lag, gab es vereinzelte Höfe. Noch 1855 lebten nur 219 Menschen in Lierenfeld. Die Entwicklung des Stadtteils begann mit dem Zeitalter der Industrialisierung. Ab 1860 richteten belgische Einwanderer Ziegeleien in Lierenfeld an. 1919 verlegte der Düsseldorfer Unternehmer Albert Schöndorff seinen Waggonbaubetrieb von Derendorf nach Lierenfeld. Das Werk legte den Grundstein für die industrielle Entwicklung des Stadtteils. Aus dem Waggonwerk entwickelte sich die DUEWAG AG, die an der Königsberger Straße bis zum Jahr 2000 Straßenbahnen produzierte. In den 1920er Jahren wurde anlässlich der GeSoLei die Siedlung Heimgarten erbaut. Rund um einen zentralen Platz wurden in zweigeschossiger und einheitlicher Bauweise Häuser errichtet. Trotz der Lage mitten im Industriegebiet entstand so eine gewisse dörfliche Atmosphäre.

Unterbach ist seit der kommunalen Neugliederung von 1975 ein Stadtteil von Düsseldorf, der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Bis dahin war es ein Ortsteil von Erkrath. Ein Teil Unterbachs, genannt Unterfeldhaus, wurde bei der Neugliederung abgespalten und verblieb als nun eigenständiger Stadtteil bei Erkrath. Zu Unterbach hinzugefügt wurde dabei ein östlicher Zipfel des Düsseldorfer Stadtteiles Vennhausen, der übergangslos an Unterbach anschloss und schon zuvor mit ihm eine kulturelle Einheit bildete. In Unterbach befindet sich mit dem Unterbacher See und dem Elbsee ein bedeutendes Naherholungsgebiet des Großraums Düsseldorf mit dem größten Badesee im näheren Umkreis.



Der östliche Teil des heutigen Stadtteils Unterbach lag an der historischen Handelsstraße Mauspfad. Für das frühe 11. Jahrhundert wird am heutigen östlichen Ortsrand ein wehrhafter Wohnhügel vermutet. Aus diesem hat sich später ein Rittersitz entwickelt. 1169 wurden eine Wasserburg und deren Besitzer, Heriman de Onterbeke, urkundlich erwähnt. Die Burg war Zufluchtsort und Fronhof der Bauern aus den umliegenden Höfen. Die später Haus Unterbach genannte Burg wurde zum Namensgeber und Keimzelle des Ortes Unterbach, der sich langsam als Straßendorf entwickelte.[2] Siehe Hauptartikel: → Haus Unterbach Einer der ältesten Höfe „Gut Rothenberg“ wurde 1312 urkundlich erwähnt und besteht heute noch. Die heute in Erkrath-Unterfeldhaus befindliche „Rohrsmühle“ besteht mindestens seit 1584. Im Jahr 1628 führten die Herren von Unterbach einen Prozess vor dem Reichskammergericht um die Mahlgerechtigkeit gegen die Besitzer von Haus Morp.

Der Stadtteil Düsseldorf-Vennhausen liegt im Osten der Stadt Düsseldorf nahe dem Niederbergischen Land und am südlichen Arm der Düssel. Er ist Teil des Stadtbezirks 08. Der Stadtteil ist überwiegend von lockerer Einfamilienhausbebaung aus der Vorkriegszeit insbesondere durch die Siedlungen „Tannenhof“ und „Freiheit“



Vennhausen bestand bis vor einigen hundert Jahren nur aus einem sumpfigen Gebiet, woher auch der Name des Stadtteils (Venn ist ein norddeutsches Wort für Moor oder Sumpf) rührt und wurde auch entsprechend spät und auch dann erst allmählich besiedelt. 1809 wurde Vennhausen, unter Anleitung napoleonischer Herrschaft, in die Bürgermeisterei Gerresheim eingegliedert, zu der auch Ludenberg, Erkrath, Bruchhausen, Unterbach, Dorp und Morp gehörten und 42 Jahre später, im Jahr 1851, in der „Samtgemeinde Gerresheim“ zusammengefasst. 1909 erfuhren Gerresheim und damit auch Vennhausen die Eingemeindung nach Düsseldorf. 1872 bekam Vennhausen einen Bahnhof, der sich an der Grenze zu Eller im Westen des Stadtteils befand und dafür gedacht war, die Arbeiter in die nahegelegenen Fabriken, wie zum Beispiel die Gerresheimer Glashütte, zu bringen. In den 1970er Jahren wurde das Bahnhofsgebäude aufgegeben und dient nunmehr unter dem Namen „Kulturbahnhof Eller“ als Künstleratelier. Eine Besiedlung in größerem Umfang fand erst ab 1919 statt.

Benrath ist einer der südlichen Stadtteile Düsseldorfs und liegt am Rhein und an der Itter (Bachlauf aus dem Bergischen Land; entspringt bei Gräfrath). Benrath gehört zum Stadtbezirk 9 der Stadt Düsseldorf und erstreckt sich auf eine Fläche von 5,90 km² mit 15.905 Einwohnern. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 2683 Einwohnern/km².



In der heutigen katholischen Pfarrkirche wird das sog. „Gnadenbild der Schwarzen Muttergottes von Benrath“ aufbewahrt, das durch Pfalzgraf Philipp Wilhelm (1653–1690) und seine zweite Frau Elisabeth Amalia Magdalene als Kopie der Marienstatue von Einsiedeln in der Schweiz nach Benrath kam. Das Fürstenpaar war dem katholischen Glauben und insbesondere der Marienfrömmigkeit sehr verbunden. Der Legende nach hörten sie die Benrather Bevölkerung von einer Marienerscheinung und einem nicht erklärbaren Gesang im Wald (am heutigen „Schwarzen Weg“ zwischen Hildener Straße und Urdenbach) erzählen.

Hassels ist ein Düsseldorfer Stadtteil im Stadtbezirk 9 mit 17.538 Einwohnern auf 4,50 km². Der Anteil an Ausländern liegt über dem Durchschnitt der Stadt, ebenso die Haushaltsgrößen und die Anzahl der Kinder. Die Wohnnutzung ist prägend, die Nähe zu den Stadtwäldern Eller Forst, dem Naherholungsgebiet Unterbacher See sowie dem Stadtwald Hilden sorgen für einen hohen Freizeitwert. Die Düsseldorfer Innenstadt ist relativ weit entfernt, so dass Einkäufe gerne auch im benachbarten Hilden oder Benrath erledi



Hassels hieß zu früheren Zeiten Hasselholt, was so viel bedeutet wie Haselnussholz, d. h., dass auf dem Gebiet Hassels früher zahlreiche Haselnußsträucher zu finden waren. Später fielen Holz und Nuss aus dem Namen heraus und es bildete sich so der Name Hassels heraus. Bis ins 17. Jhd. fanden im alten Fachwerkhaus „Aldebrück“ (abgerissen) Scharfgerichtsverhandlungen statt, die von Angehörigen des Hauses Eller geleitet wurden. Die Altenbrückstraße erinnert noch heute daran. Im Bereich der Donk (alte Flurbezeichnung; eine leichte Niederung) hat die alte St.-Töniskapelle (Tönis = Anton) gestanden, die aufgrund einer Schweinspest im 17. Jhd. erbaut worden sein soll.

Düsseldorf-Himmelgeist ist ein räumlich großer, doch einwohnerzahlenmäßig kleiner Stadtteil südlich der Innenstadt am Rhein gelegen. Der Stadtteil ist geprägt von kleinen Straßen und großen Höfen. Seine hauptsächlich landwirtschaftlichen Nutzung vermittelt den Flair eines kleinen, idyllischen Dörfchens. Trotz der Hochwassergefahr im Frühjahr ist Himmelgeist ein ziemlich teuerer Stadtteil, dessen Mieten weit über dem Stadtdurchschnitt liegen. Beliebte Ausflugsziele ist die Rheinfront sowie das Schloss Mickeln mit seinem 20 Hektar großen Park. In der Nachbarschaft sind die Stadtteile Itter und Volmerswerth. Humelgis wurde schon vor über tausend Jahren so genannt. Das „Heideland“, als Gegenstück zum Sumpfland, war eine Mischung aus humilis = niedrig und gise = Heideland, eine andere Herleitung mit ähnlichem Ursprung ist wohl von geest/geisten mhd. „trockene Stelle im Überschwemmungsgebiet“.



Himmelgeist wurde schon 904 urkundlich erwähnt und ist somit älter als Düsseldorf selbst. Es war zunächst eine kirchliche Filiale von Kaiserswerth, Cellula in Humilgiese. In Himmelgeist ging 1585 auch die Markgräfin Jakobe von Baden, wegen ihres traurigen Schicksals die unglückliche Jacobe genannt, an Land, um den Düsseldorfer Erbprinzen zu heiraten. Im Himmelgeister Rheinbogen steht die Himmelgeister Kastanie.

Der Stadtteil hat ca. 12.000 Einwohner. Er liegt im Düsseldorfer Süden und gehört zum Stadtbezirk 9. Im Westen grenzt er an den Stadtteil Itter, im Nordwesten an Wersten, im Norden an Eller, im Osten an Reisholz und im Südosten an Benrath.



Erste Ansiedlungen von Kelten oder Germanen werden in der Gegend für das 9. vorchristliche Jahrhundert vermutet. Eine dauerhafte Besiedlung seit dem 1. oder 2. nachchristlichem Jahrhundert Holthausen selbst findet um 1700 erstmalig Erwähnung. Nach der Ansiedlung von Henkel im Jahr 1900 wuchs Holthausen sehr schnell. Es entstanden neue Siedlungen für die Henkel-Mitarbeiter. Bis 1929 war Holthausen ein Ortsteil von Benrath. Am 1. August wurde der Ortsteil zusammen mit Benrath nach Düsseldorf eingemeindet.

Itter ist ein Stadtteil von Düsseldorf, mit einer Fläche von 2,61 km² und 1.717 Einwohnern. Der Stadtteil liegt am Rhein und ist nach dem Itterbach benannt, der in Solingen-Gräfrath entspringt und ursprünglich in Itter in den Rhein mündete. Mit dem Bau des Rokokoschlosses in Benrath (1756–1768) wurde die Itter umgeleitet, um die Teiche und Weiher des dortigen Schlossparks zu speisen. Seitdem mündete nur noch ein kleines Rinnsal, Broichgraben oder Holthausener Bach genannt, in den Rhein. Mit dem Bau einer Schnellstraße, der Münchner Straße, kommt überhaupt kein Wasser mehr an. Die noch vorhandenen Gräben dienen heute lediglich der Entwässerung bei Hochwasser.



Bis heute hat der Stadtteil seinen dörflichen Charakter bewahren können. Seit dem 12. Jahrhundert wird eine zum Stift Kaiserswerth gehörige romanische Dorfkirche erwähnt, die bis heute existiert. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Pfarre Itter selbstständig. 1908 wurde Itter zur Bürgermeisterei Benrath eingemeindet, 1929 dann zur Stadt Düsseldorf. Itter wird geprägt von einigen Bauernhöfen und Eigenheimen.

Düsseldorf-Reisholz ist ein Stadtteil von Düsseldorf.



Reisholz' Geschichte beginnt im Prinzip mit der Gründung der Industrie-Terrains-Düsseldorf-Reisholz AG (IDR), jenem Unternehmen, welches die Errichtung eines Rheinhafens, eines Bahnhofes und eines großindustriellen Terrains um circa 1905 ins Leben rief. Es siedelten sich zahlreiche Betriebe an, unter ihnen Maschinenfabriken, chemische Fabriken, Papierfabriken, petrochemische Läger, eine Benzinraffinerie, Holzgroßhandlungen, ein Walzwerk, blech- und stahlverarbeitende Industrien usw. Die Rechnung der IDR AG war aufgegangen. Zu den Werken und Fabriken entstanden zahlreiche Siedlungen, sogar eine Kirche im neugotischen Stil wurde 1907 durch die IDR AG spendiert. Sie war in der Inkmannstraße zu finden. Um 1950 entstand dann die neue Kirche in der Aschaffenburger Straße, da die alte Kirche der Ausdehnung des expandierenden Industrieterrains im Wege stand. Die neue Kirche wiederum wurde von der Firma Henkel gestiftet. Bis 1929 war Reisholz ein Teil der Gemeinde Benrath, dann erfolgte die Eingemeindung nach Düsseldorf. Benrath, so hieß es 1929, wäre die „Reiche Braut“ der Stadt Düsseldorf gewesen. Dieser Reichtum ist hier in Reisholz, im Industrieterrain, durch Erhebung der Gewerbesteuer entstanden. Reisholz gehört heute zum Stadtbezirk 9 der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Urdenbach ist ein Stadtteil von Düsseldorf und hat zur Zeit ca. 10.500 Einwohner. Er erstreckt sich über eine Fläche von 7,64 km².



Urdenbach liegt ganz im Süden von Düsseldorf und grenzt im Norden an den Stadtteil Benrath sowie den Schlosspark, im Osten an den Stadtteil Garath, im Westen bildet der Rhein die Grenze und im Süden das Altrheinbett mit dem sich anschließenden Überschwemmungsgebiet, das nicht bebaut werden kann.

Wersten ist ein Stadtteil von Düssel



1063 wird Wersten als „Werstine“ erstmals schriftlich in einer Stiftungsurkunde erwähnt. Im Jahr 1218 wird es in einem Heberegister als „Warstein“ aufgeführt. Im Jahr 1360 wird Wersten dem herzoglich bergischen Amt Monheim zugeteilt. Im Zuge der napoleonischen Neuordnung der deutschen Weststaaten im Jahre 1806 wird Wersten als Teil der Mairie Benrath dem großherzoglich bergischen Kanton Richrath, das zum Arrondissement Düsseldorf gehört, zugeschlagen. Auch später, nach der Übernahme der Grafschaft Berg durch den König von Preußen im Jahre 1815 bleibt Wersten bis zum 1. April 1908 der Bürgermeisterei Benrath zugehörig. Um schneller an das Düsseldorfer Strom- und Gasnetz angeschlossen zu werden, erwirkten die Werstener schon ein Jahr vor der Gebietsreform von 1909 (Düsseldorfer Details hier) die Eingemeindung nach Düsseldorf.

Düsseldorf-Garath ist ein Stadtteil im Süden von Düsseldorf (zum Stadtbezirk 10 gehörend) mit 18.454 Einwohnern auf einer Fläche von 3,64 Quadratkilimetern. Er ist 1964 aus dem Besitz des Grafen von Burgsdorff, aus einem kleinen Siedlerdorf entstanden.



Garath liegt in der fruchtbaren Niederterrasse des Rheins. Begrenzt wurde das alte Garath im Westen Richtung Urdenbach durch den alten Rheinarm, den Urdenbacher Kämpen. Dies ist eine der wenigen nicht eingedeichten Flussauen des Rheins. Im Osten grenzt Garath an das ostbergische Hügelland, dort liegt auch die Stadt Hilden. Nach Norden, nach Benrath zu gab es keine klare geographische Abgrenzung, ebenso wenig nach Süden, wo sich die Landschaft in Monheim am Rhein fortsetzt.

Hellerhof ist der südlichste Stadtteil der Landeshauptstadt Düsseldorf und wird überwiegend durch Wohnnutzung in Einfamilienhäusern geprägt. Es ist der Stadtteil mit der jüngsten Bevölkerung. Hellerhof hat 6.462 Einwohner und gehört zum Stadtbezirk 10.



Im Süden grenzt Hellerhof an den Kreis Mettmann mit den Städten Monheim, (Stadtteil Monheim-Baumberg) sowie Langenfeld. Nördlich liegen die Düsseldorfer Stadtteile Garath und Urdenbach.

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